Technische Details
Für die Ausbildung des Memory- Effektes sind unterschiedliche Einflussfaktoren wie z. B. Lippendicke, Fertigungsparameter, Werkzeugdesign, Dichtungswerkstoff etc. entscheidend.
Bei der Auslegung einer Memory Manschette können Sie auf unsere jahrelangen Erfahrungen zurückgreifen. Wir benötigen nur Ihre technischen Betriebsbedingungen. Füllen Sie einfach unseren technischen Fragebogen am Ende des Kataloges aus.

Aufbau und Wirkungsweise
Die Wirkungsweise ist bei allen Bauarten und Bauformen identisch. Eine Unterscheidung erfolgt lediglich durch die Geometrie und Anwendung.

Aufbau und Wirkungsweise

Die Dichtwirkung erfolgt durch die Eigenvorspannung der Kunststoff- Hülle, den so genannten Memory- Effekt des Werkstoffes. Die radialen Anpresskräfte genügen, um einen drucklosen Anwendungsfall erfolgreich abzudichten. Liegt zusätzlich ein Systemdruck vor, dann steigen die Anpresskräfte an und die Gesamtdichtpressung nimmt zu.
Aufbau und WirkungsweiseAufbau und Wirkungsweise

Verschiebekraft
Dieses Diagramm zeigt die geringe Verschiebekraft einer Memory Manschette im Vergleich zu den Federunterstützten Nutringen und einer Hydraulikdichtung, einem so genannten O-Ring vorgespannten PTFE-Stufenring (SRI).
Die geringe Verschiebekraft entsteht durch die geringe Vorspannung der Memory Manschette. Sie hat ein extrem günstiges Reibungsverhalten.

Verschiebekraft
orangeMemory Manschette Bauart EMS
gelbFederunterstützter Nutring Bauart URI
blauStufenring SRI mit O-Ring

Testbedingungen
Hydraulikzylinder Stangen-Ø 11 mm,
hartverchromt, Rz 0,2 μm,
v = 60 mm/min, drucklos, ölgeschmiert,
Raumtemperatur